Jüdische Feste

Rosch HaSchana

Mit Rosch HaSchanah („Kopf des Jahres“; biblisches Neujahr) beginnt bei Neumond nach Herbstanfang (am ersten und zweiten Tag des biblischen Monats Tischri) eine 10-tägige Periode, die als die „Hohen Feiertage“ bekannt ist.  Mit Yom Kippur (auch bekannt als „Versöhnungsfest“, am 10. Tischri) finden die Hohen Feiertage einen weiteren Höhepunkt und zugleich ihren Abschluss.

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Jom haAtzma'ut

Jeweils am 5. Ijjar des jüdischen Kalenders feiert Israel seinen Unabhängigkeitstag, den Jom haAtzma'ut.

Die israelische Unabhängigkeitserklärung erfolgte am 14. Mai 1948 beziehungsweise 5. Ijjar 5708; der Jom haAtzma'ut wurde im folgenden Jahr 1949 als Erinnerung an die Proklamation des jüdischen Staates durch David Ben Gurion eingeführt.

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(Sukkoth) Laubhüttenfest

Vom 30. September (abends) bis 8. Oktober
Schon wieder ein jüdisches Fest?

Erst waren doch mit Neujahr (Rosch HaSchana) und dann Versöhnungstag (Jom Kippur) die Hohen Feiertage, und nun ist wieder etwas los?

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Chanukka - Das jüdische Lichterfest

Zum besseren Verständnis des Chanukkafestes nachfolgender Beitrag. Dieser wurde vom leider schon verstorbenen Arthur Fröhlich (Bewohner der Wohnanlage)  verfasst und von unserem Rabbiner Andrew Steiman überarbeitet:

Vor über 2000 Jahren war das Land Israel von den Griechen erobert und besetzt worden. Die griechische Kultur mit ihren großen Denkern und der griechische Sport  (war doch Griechenland das Land der Philosophen und das Geburtsland der Olympiade)  fanden bald Sympathie und Zugang zu den Köpfen und auch den Körpern der Bewohner des Landes. Unter Alexander dem Großen konnten beide Kulturen, die griechische und die jüdische, sich gegenseitig befruchten und entwickeln. Nach seinem Tod allerdings war es damit zu Ende; im Erbnachfolgekrieg zwischen den Ptolemäern in Alexandrien und den Seleukkiden in Damaskus kam es zu einer Schreckensherrschaft: Die Seleukkiden, die nach dem Tod Alexanders von Syrien aus Israel beherrschten, hatten es nicht nur auf das Land der Beherrschten abgesehen oder auf deren Köpfe und Körper, sie wollten auch deren Seelen erobern; und da begann der Konflikt.

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Tu biSchevat

Das jüdische Neujahrsfest der Bäume (ראש השנה לאילנות) im Februar ist ein kleiner jüdischer Feiertag. In moderner Zeit werden an diesem Tag Bäume angepflanzt. Es ist Brauch, an diesem Tag eine Frucht zu essen, die man in diesem Jahr bisher noch nicht verzehrt hat.

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Purim

Das Wort "Purim" bedeutet "Lose" – deshalb wird dieses fröhliche Fest oft auch als Losfest bezeichnet. Diesen Namen hat das Fest durchaus verdient, denn Lose spielen eine wichtige Rolle in der Geschichte, um die es zu Purim geht: die biblische Geschichte der Königin Esther. Im Mittelpunkt steht die sagenhafte Rettung der Juden im persischen Königreich vor rund 2500 Jahren.

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Pessach

Oft heißt es: Pessach ist das jüdische Ostern. Richtiger wäre: Ostern ist das christliche Pessach. In der Tat ist Ostern eine "Verchristlichung" von Pessach - was schon durch die Bedeutung des Begriffs Pessach nachvollziehbar wird. Wörtlich heisst "Pessach" nämlich: Überschreitung. Beim christlichen Osterfest geht es um die Überschreitung bzw. Überwindung des Todes durch die Auferstehung. So wird verständlich, weshalb das Osterfest in vielen Sprachen auch noch nach dem hebräischen Pessach benannt wird.

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Lag baOmer

Die Bibel folgt einem ganz besonderen Kalender, der bis heute die jüdischen Feste bestimmt. Diesem Kalender nach liegen zwischen den biblischen Festen Pessach und Schawu’oth genau sieben Wochen – oder eben 49 Tage; genauso wie zwischen Ostern und Pfingsten im christlichen Kalender. In der Bibel wird diese Zeit „Omer“ genannt, nach der Maßeinheit der Gerste, die an jedem dieser 49 Tage in den Tempel nach Jerusalem als Gabe gebracht wurde.

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Shawuot

Schawuot ist das jüdische Wochenfest, das ca. sieben Wochen bzw. 50 Tage nach dem Pessachfest gefeiert wird.

Die Juden erinnern damit an den Empfang der zweiten Zehn Gebote am Berg Sinai. Die ersten zehn Gebote hat Mose, laut jüdischer und christlicher Überlieferung, zerschmettert, weil das Jüdische Volk das Goldene Kalb anbetete. Darauf ging Mose wieder auf die Spitze des Berges Sinai, um die neuen zehn Gebote zu erbitten. Dieses Mal mussten die Juden sich die zehn Gebote verdienen, indem sie die 50 Tage vom Pessachfest bis Schawuot beteten. Beim ersten Mal wurden ihnen die zehn Gebote geschenkt.

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