Gedenktage

27. Januar, Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar, bezogen auf den Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee im Jahr 1945, dem letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs, ist in Deutschland seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wurde dieser Tag von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 erklärt.
Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert an alle Opfer eines beispiellosen totalitären Regimes während der Zeit des Nationalsozialismus: „Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende sowie Männer und Frauen des Widerstandes, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Kriegsgefangene und Deserteure, Greise und Kinder an der Front, Zwangsarbeiter und an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden.“
Der Gedenktag wurde am 3. Januar 1996 durch Proklamation des Bundespräsidenten Roman Herzog in Deutschland eingeführt und auf den 27. Januar festgelegt.Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des KZ Auschwitz-Birkenau, des größten Vernichtungslagers des Nazi-Regimes.
Quelle: Auszüge aus Wikipedia

 


 

8. April, Holocaust Gedenktag

Die Nationalsozialisten nannten ihr Ziel, alle Juden aus Europa zu vertreiben, seit 1940 offiziell „Endlösung der Judenfrage“. Seit 1941 umschrieb dieser zynische Ausdruck zur Tarnung ihre systematischen Judenmorde. Er wird oft in historischen Werken darüber zitiert.
Im deutschen Sprachraum wurde das Verbrechen seit Mai 1945 als Judenvernichtung, Judenmord oder Massenmord an den europäischen Juden bezeichnet. Seit etwa 1960 bürgerte sich „Auschwitz“, der Ort des größten nationalsozialistischen Vernichtungslagers, als Symbol-Name dafür ein.
Die heute übliche Bezeichnung „Holocaust“ stammt vom griechischen Wort holokautoma für ein vollständig verbranntes Tieropfer. Seit etwa 1600 bezeichnete das englische Wort auch Feuertode, seit etwa 1800 auch Massaker, seit 1895 auch den Völkermord an den Armeniern. Im Dezember 1942 verwendete die britische Tageszeitung News Chronicle noch ohne Kenntnis der NS-Vernichtungsmethoden das Wort erstmals für Adolf Hitlers Vernichtungsplan an den Juden. Bis 1972 wurde es in der Geschichtswissenschaft der USA dafür üblich. Seit 1979 verbreitete die Fernsehserie Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiß es in vielen weiteren Staaten, darunter der Bundesrepublik Deutschland.
Seitdem wird der Begriff meist auf die systematische, auf Vernichtung zielende Ermordung der europäischen Juden begrenzt. Manchmal umfasst er auch den Mord an Hunderttausenden zur „minderwertigen Fremdrasse“ erklärten Roma (Porajmos, Roma-Holocaust). Weitere Massenmorde der Nationalsozialisten werden nur selten als Teil des Holocaust beschrieben, da andere Opfergruppen nicht völlig ausgerottet werden sollten. Die Morde an

  • je über drei Millionen Bürgern Polens und der Sowjetunion, besonders an sowjetischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern
  • mehr als 100.000 Behinderten, getarnt als „Aktion T4“
  • etwa 20.000 deutschen Kommunisten und Sozialdemokraten
  •  etwa 7.000 Homosexuellen und
  • rund 1.200 Zeugen Jehovas

beruhten großenteils ebenfalls auf rassistischem Denken und gehörten zur umfassenden Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten.

Deportation von Sinti und Roma aus Asperg (1940):
In Israel und im Judentum wird das Verbrechen seit 1948 als Schoah („Katastrophe“, „großes Unglück“) bezeichnet. Daran erinnert seit 1959 der Gedenktag Jom haScho'a. Seit 1985 wird das hebräische Wort auch in Europa für den Holocaust verwendet. Jüdische Theologen bezeichnen das Ereignis auch als dritten Churban (hebräisch: „Vernichtung“, „Verwüstung“) und deuten es damit wie die beiden Zerstörungen des Jerusalemer Tempels (586 v. und 70 n. Chr.) als eine alle Nachfahren der Israeliten betreffende Großkatastrophe der jüdischen Geschichte.

Quelle: Auszüge aus Wikipedia


 

9. November: Gedenktag an die Reichspogromnacht

November 1938 – Beginn der Novemberpogrome
Nach einem Mordanschlag auf einen deutschen Diplomaten in Paris inszenieren die Nationalsozialisten die Novemberpogrome (bis in die Gegenwart ist die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 oft auch unter dem euphemistischen Begriff „Reichskristallnacht“ bekannt). In der NS-Propaganda werden die vor allem von SA- und SS-Mitgliedern in Zivilkleidung begangenen Ausschreitungen als Ausdruck des „Volkszorns“ gegen die Juden dargestellt. Im ganzen Gebiet des Deutschen Reiches werden jüdische Geschäfte und Einrichtungen demoliert, Synagogen in Brand gesteckt. Hunderte von Juden werden innerhalb weniger Tage ermordet. Diese Ereignisse markieren den Übergang von der sozialen Ausgrenzung und Diskriminierung zur offenen Verfolgung der Juden in der Diktatur des Nationalsozialismus. Während des Zweiten Weltkriegs mündet der Antisemitismus in Deutschland in den heute als Holocaust bezeichneten industriell betriebenen Völkermord an etwa 6 Millionen europäischen Juden und weiteren aus rassistischen Motiven ausgegrenzten Bevölkerungsgruppen in den Vernichtungslagern des NS-Regimes.